Zinnkraut

Zinnkraut – für Haut, Haar und Nägel

Ackerschachtelhalm ZinnkrautZinnkraut (Equisetum arvense) hat seinen Namen dem Umstand zu verdanken, dass es früher zum Putzen von Zinngefäßen verwendet wurde. Zinnkraut ist schon aus der Antike bekannt. Im alten Griechenland wurde es auch Hippuris genannt, was übersetzt Pferdeschwanz heißt, denn optisch gleichen die Triebe tatsächlich einem Pferdeschwanz.
Geerntet werden kann Zinnkraut von Frühling bis Herbst. Dabei sollte nur junges Kraut gesammelt werden; verwertet wird das ganze Kraut ohne Wurzeln.
Zinnkraut kann man an Wiesenrändern und Böschungen finden. Es sollte aber nicht mit anderen, sehr giftigen Schachtelhalm-Arten verwechselt werden, welche am Ende ihres Triebes eine Sporenähre tragen. Das wichtigste Erkennungszeichen ist, dass das unterste Glied der Seitenäste deutlich länger ist als die anderen.

 

Zinnkraut enthält große Mengen an , welche es sehr interessant für den Einsatz bei Nierenkrankheiten und für die Naturkosmetik macht. Sie kann Probleme mit dem Bindegewebe lindern, verbessert die Elastizität der Haut und ist wichtig für den Aufbau neuer Knochen, der Zähne und für gesunde und harte Finger- und Fußnägel. Zudem hat Kieselsäure eine adstringierende Wirkung (sie wirkt porenverfeinernd), was besonders die Behandlung von entzündeter oder unreiner Haut unterstützt. Als Frauenkraut wird Zinnkraut gegen Scheidenpilz eingesetzt (Sitzbad oder Tinktur).
Zinnkraut werden folgende Wirkungen zugeschrieben: blutstillend, zusammenziehend, wassertreibend, kräftigend, gewebefestigend, schleimlösend, blutreinigend. Es fördert die Aufnahme von Natrium und hilft bei einem gestörten Magnesiumhaushalt.

 

Zinnkraut-Tee selber herstellen:

Für einen Tee werden 1 – 2 TL Zinnkraut für mindestens 15 Minuten aufgekocht, damit sich die Wirkstoffe aus den Pflanzen lösen. Danach den Tee 6-10 Minuten ziehen lassen.
Der findet Anwendung bei Nieren- und Blasenschwäche, chronischer Leberentzündung, schlechtem Bindegewebe, Haarausfall, brüchige Finger- und Zehennägel, Ekzeme, Mitessern, zur Stärkung der Lunge und zur Vorbeugung gegen Krebserkrankungen.

Für Sitzbäder wird der Tee verwendet bei, zum Beispiel gegen Bandscheibenleiden, Ischiaskranke und Entzündungen des Nagelbettes.

 

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