Kräutertee mischen

Kräutertee richtig mischen

Kraeutertee mischen AnleitungBei der Zusammensetzung von Kräutertees werden Kräuter mit verschiedenen Eigenschaften gemischt, um eine ganzheitliche Wirkung zu erzielen. Wie schon erwähnt, sollte man bei sehr stark wirkenden, beispielsweise alkaloidhaltigen Kräutern aufpassen. Auch ist nicht jedes Kraut für jede Lebensphase geeignet. In der Schwangerschaft können einige Kräuter Frühwehen auslösen, in der Stillzeit können sich manche Kräuter negativ auf die Milchbildung auswirken. Deshalb haben wir für Sie einige Listen zusammen gestellt, auf denen Sie sich orientieren können, welche Kräuter für welche Lebensphase geeignet sind.

 

Generell kann man sich auch seine eigenen Teemischungen zusammenstellen. Dabei gibt es jedoch einige einfache Regeln, die man beachten sollte. Wenn man einfach wahllos Kräuter zusammenmixt, kann der Geschmack des Kräutertees darunter leiden oder die einzelnen Kräuter können nicht ihre optimale Wirlung entfalten. Zu unerwünschten oder schädlichen Wechselwirkungen kommt es bei Kräutermischungen normalerweise nicht. Aufpassen sollte man lediglich bei Johanniskraut bei Einnahme der Pille und Östrogen- bzw Gestagen fördernden Kräutern bei Kinderwunsch und Schwangerschaft. Das Experimentieren mit Heilpflanzen und Frauenkräutern kannn also jede geneigte Nachwuchs-Kräuterhexe ausprobieren, wenn sie dabei einige einfache Regeln beachtet:

 

Tee-Regeln beim Anmischen

 

  •   Als Faustregel gilt: Maximal 7 Kräuter in eine Mischung, sonst ist die Menge der einzelnen Frauenkräuter zu gering, um ihre Wirkung zu entfalten.
  •   Manchmal ist weniger mehr. Für einen wirkungsvollen Frauenkräutertee genügen oft 3-4 Kräuter.
  •   Kräuterrezepte immer aufschreiben, häufig merkt man sich sonst nicht alle Bestandteile oder Mengenangaben.
  •   Dosierung: pro Tasse Kräutertee werden 1 bis 2 TL verwendet. Ziehzeit 6 bis 10 Minuten.
  •   Mengenangaben sollten in Gramm gemacht werden, nicht in Volumeneinheiten, da Blüten und Blätter in der Regel mehr Volumen haben als Samen oder Früchte. So bleiben die Mengenangaben nachvollziehbar und die Rezepte können wiederholt werden. Erfahrene Kräuterfrauen mischen sich Tees auch schon mal spontan nach Maßeinheit Fingerspitze. Solange man noch Kräuterhexe in Ausbildung ist, sollte man jedoch zumindest am Anfang die Mengen genau abwiegen, bis man ein Gefühl für das Volumen der einzelnen Kräuter bekommt.
  •   3-4 Primärkräuter sollten in größerer Menge in die Mischung. Diese sollten auf das Hauptanwendungsgebiet des Tees ausgerichtet werden. So passen beispielsweise Salbei und Johanniskraut in einen stimmungsaufhellenden Tee oder Thymian und Weidenrinde in einen Erkältungstee.
  •   2-3 Sekundärkräuter kommen in geringerer Menge in eine Teemischung. Sie können entweder die Wirkung der Primärkräuter unterstützen oder den Geschmack verbessern, wie Minze, Melisse oder Zitronenverbene.
  •   Optik: Rosenblüten oder Lavendel können den Tee auch fürs Auge schön machen und so zur ganzheitlichen Wirkung beitragen.


Extra-Tipp:

Salbeiblätter, Himbeerblätter, Spitzwegerich und Minze sind klassische Füllkräuter.

10-15 % der Mischung sollte aus Füllkräutern bestehen, die dafür sorgen, dass die Mischung bei sich auch bei längerer Stehzeit nicht absetzt und in ihre Bestandteile auflöst.

Diese Kräuter haben oft ein größeres Volumen. Beispielsweise Salbeiblätter, Himbeerblätter, Spitzwegerich oder Minze sind klassische Füllkräuter. Füllkräuter verhindern, dass sich schwere oder kleine Pflanzenteile aus der Mischung verabschieden und dienen als natürliche und heilwirksame Bindesubstanz in der Teemischung.

Kräuter frisch verwenden

Am wirkungsvollsten sind Kräuter, wenn sie frisch verwendet werden. Wer also die Möglichkeit hat, einen Kräutergarten anzulegen oder Kräuter auf dem Balkon zu ziehen, sollte dies tun!

 

Kräuter lagern

Im Sommer, wenn die meisten Kräuter austreiben, sollte man sich einen Jahresvorrat an Kräutern für den Winter anlegen. Kräuter entweder liegend an einem sonnigen Ort trocknen oder Kräutersträuße binden und an einem warmen , trockenen Platz im Haus aufhängen. Die getrockneten Kräuter in luftdichte Schraubgefäße Man sollte nie mehr Kräutervorräte anlegen als für ein Jahr benötigt werden. Mit der Zeit lässt die Wirkung der Kräuter nach, weshalb man zu lange Lagerzeiten vermeiden sollte.Tees mit

 

Heilwirkung nicht süßen!

Damit die auf der Seite vorgestellten Tees ihre Wirkung voll entfalten können, sollte man sie möglichst ungesüßt trinken. In vielen Heilpflanzen und Frauenkräutern tragen gerade die Bitterstoffe und Gerbsäuren mit zur heilenden und unterstützenden Wirkung der Kräutertees bei.


Tee richtig aufbrühen!

Kräutertees sollten in der Regel mit sprudelnd kochendem Wasser überbrüht werden. So können die Heilkräuter und Frauenkräuter ihre Heilwirkung am Besten entfalten. Wichtig ist auch, die Kräuter ausreichend lange ziehen zu lassen, damit sich die Wirkstoffe lösen können. Für die meisten Frauenkräuter - Tees liegt die ideale Ziehzeit bei sechs bis zehn Minuten.

Kräuter für jede Lebenslage

  • Kinderwunsch
    Erfahren Sie hier, welche Frauenkräuter Sie bedenkenlos bei Kinderwunsch verwenden dürfen und welche Kräuter Sie besser meiden sollten. Holen Sie sich hier auch Tee-Rezepte und Anleitungen!

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  • Schwangerschaft
    Auch in der Schwangerschaft kann sich der Griff zu Frauenheilkräutern lohnen. Warum und wie Sie die Kräuter am besten nutzen und auf welche Kräuter Sie dennoch besser verzichten sollten, erfahren Sie hier!

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Frauenkräuter von A bis Z:

Ackerminze  Ackerschachtelhalm  Ackerwinde  Alant  Aloe Vera  Andorn  Angelika    Baldrian  Bärenschote Bärentrauben  Bärwurz  Beifuss  Berberitze  Betonie  Bilsenkraut  Bittere Kreuzblume  Blasentang  Blutwurz  Brennnessel  Brombeere  Efeu  Eiche  Einhornwurzel  Eisenkraut  Erdrauch  Färberginster  Fenchel  Frauenhaarfarn  Frauenmantel  Galgant  Gänseblümchen  Gänsefigerkraut  Gartenkresse  Gelber Enzian  Gelbholz  Ginseng  Granatapfel  Himbeerblätter  Hopfen  Ingwer  Isländisches Moos  Johanniskraut  Kaffee  Kamille  Kanadisches Berufskraut  Keimzumpe  Kermesbeere  Klee  Klette  Knoblauch  Kreuzkümmel  Kuhschelle  Lärche  Lavendel   Lebensbaum/ Thuja  Löwenzahn  Madonnenlilie  Malve  Melisse  Mistel  Mönchspeffer  Muskatellersalbei  Mutterkraut  Myrrhe  Nachtkerze  Nelkenwurz  Odermennig  Pfingstrose  Pimpernelle  Poleiminzekraut  Preiselbeere  Rauschpfeffer  Salbei  Sanddorn  Schierling  Schneeballbaum  Schneeglöckchen  Schwarznessel    Storchenschnabel  Thymian  Tragant  Veilchen  Walnuss Blätter  Wasserpfeffer  Wiesenknopf  Yams  Zinnkraut  Zistrose  Zitronenverbene