Johanniskraut – Sonnenpflanze gegen Depression
Das Frauenkraut Johanniskraut (Hypericum perforata) gehört zu den besonders wirksamen Kräutern in der Phytotherapie. Die anspruchslose Pflanze mit den goldgelben Blüten findet im Bereich der Frauenheilkunde vor allem bei depressiven Verstimmungen Verwendung. Auch als Mittel gegen Migräne kann Johanniskraut eingesetzt werden. Es kann als Tee, Urtinktur oder Johanniskraut-Öl eingenommen werden. Zerreibt man die Blüten, bildet sich ein roter Pflanzensaft. Aus diesem Johanniskraut-Saft lässt sich das hochwirksame Johanniskraut-Rotöl gewinnen. Die frischen, zerriebenen Blüten werden hierzu mit Pflanzenöl angesetzt. Äußerlich angewendet kann das Öl als Mittel gegen Sonnenbrand eingesetzt werden.
Trotz seiner hohen Wirksamkeit als natürliches Antidepressivum beispielsweise bei PMS, Angststörungen und Schlafstörungen gehört Johanniskraut zu den Frauenkräutern, bei denen mögliche Wechselwirkungen beachtet werden sollten. Da Johanniskraut zu den Frauenkräutern gehört, die pflanzliche Hormone (Phytohormone) enthalten, kann es den Hormonhaushalt stark beeinflussen. Frauen, die die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel nehmen, sollten kein Johanniskraut einnehmen, da dies die Wirksamkeit der hormonellen Verhütung beeinflussen kann. Auch bei Schwangerschaft und Stillzeit sollte Johanniskraut wegen seiner Beeinflussung des weiblichen Hormonhaushalts gemieden werden. Bei PMS, Winterdepression und Wechseljahresbeschwerden ist Johanniskraut jedoch ein wirksames Frauenkraut. Mittel auf Johanniskraut-Basis aus der Apotheke sind unter anderem Johanniskraut-Rotöl, Kapseln und Johanniskraut-Urtinktur.